Lebensdaten Johannes Schilling 1828 - 1910

1821 Julius Schilling, Vater des Johannes Schilling, war seit 1821 Prokurist in der Firma Gottlob und Traugott Dietze in Mittweida. Er nahm gemeinsam mit seiner jungen Ehefrau Anna Schilling Wohnung in einem Haus in der Rochlitzer Straße. (in der heutigen Rochlitzer Str. 9)

 

1828 Am 23. Juni 1828 wurde Johannes Schilling als fünftes und letztes Kind der Familie geboren. Der Diakon der evang.-luth. Kirche zu Mittweida taufte ihn am 6. Juli 1828. Er wuchs, da drei Geschwister in früher Kindheit starben, an der Seite seiner drei Jahre älteren Schwester Marie auf.

 

1829 Übersiedlung der Familie nach Dresden. Julius Schilling wurde kaufmännischer Direktor der Dresdner Gasanstalt.

 

1834 - 1842 Johannes Schilling besuchte die Böttchersche Privatschule am Altmarkt zu Dresden.

 

1842 – 1850 Studium an der Königl. Sächs. Kunstakademie in Dresden. 1845 trat er aus dem Zeichensaal der Akademie in die Modellierklasse von Ernst Rietschel über. 1850 Beendigung des Studiums bei Ernst Rietschel.

 

1851 - 1852 Berlin. Studium im Atelier von Friedrich Drake. Besuch des Malsaales. Obhutschaft Christian Daniel Rauchs. 1851 Sommerreise nach Kopenhagen, vor allem zum Zwecke des Besuchs des Thorvaldsen-Museums. 1852 Rückkehr nach Dresden.

 

1853 Eintritt als Gehilfe in das akademische Atelier von Ernst Julius Hähnel in Dresden.

 

1854 - 1856 1854 Beendigung des Studiums bei Hähnel und Reise nach Rom. Auf dem Wege in München Zusammentreffen u.a. mit Friedrich Pecht und Moritz von Schwindt. 1855 Rom-Stipendium der Dresdner Akademie. In Rom Freundschaft mit den zu dieser Zeit in Rom weilenden Künstlern August Wittig und Hermann Wislicenus. Christian Daniel Rauch besuchte Rom letztmalig.

 

1856 Ateliergründung in Dresden.

 

1857 Vermählung mit seiner seit langem geliebten Jugendfreundin Louise Isidora Arnold, Tochter des Dresdner Kunsthändlers Ernst Arnold.

 

1858 Geburt der ältesten Tochter Katharina Susanna.

 

1859 Geburt des ältesten Sohnes Georg Rudolf Schilling. Rudolf Schilling war Architekt und Baurat in Dresden (u.a. Architekt des Schilling-Museums in Dresden).

 

1860 Schilling ging aus der Konkurrenz um die Dresdner Terrassengruppe als Sieger hervor. 1871 wurde die letzte Gruppe der "Vier Tageszeiten" auf der Brühlschen Terrasse aufgestellt.

 

1862 Geburt der zweiten Tochter Anna Sophie.

 

1864 Geburt der dritten Tochter Clara Elisabeth, deren Züge dann später die "Germania" tragen sollte. König Johann von Sachsen ernannte Schilling zum Ehrenmitglied der Kgl. Sächs. Akademie der Bildenden Künste.

 

1868 Schilling gewann die Konkurrenz um ein in Dresden zu errichtendes Denkmal für Ernst Rietschel. 1876 Enthüllung des Rietschel-Denkmals in Dresden. Ernennung zum Professor und Vorstand eines Ateliers für Bildhauerkunst an der Kunstakademie Dresden.

 

1870 Schilling gewann die Konkurrenzen um das Triester Denkmal für Kaiser Maximilian und das Schiller-Denkmal in Wien. 1875 Enthüllung des Schiller-Denkmals in Wien. 1876 Enthüllung des Denkmals für Kaiser Maximilian in Triest.

 

1871 Auftrag, dem Wunsche Gottfried Sempers folgend, für die Panther-Quadriga für Sempers zweites Hoftheater. 1877 Vollendung und Enthüllung.

 

1872 Gewinner der Konkurrenz um das Denkmal zu Ehren der im Deutsch-Französischen Kriege 1870-1871 gefallenen Hamburgischen Staatsangehörigen. 1877 Enthüllung des Denkmals in Hamburg. Sein Entwurf für das Niederwalddenkmal in Rüdesheim am Rhein gewann einen zweiten Platz.

 

1873 – 1874 Zweites Konkurrenzmodell für das Niederwalddenkmal. Der geschäftsführende Ausschuss beauftragte Schilling mit der Erstellung eines dritten Modells. Dieser dritte Entwurf kam zur Ausführung.

 

1878 23. Juni: Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Stadt Mittweida.

 

1879 Schilling geriet durch sein Angebot, die Germania ohne Mehrkosten in zehn Meter Höhe auszuführen in bedrohliche Geldnot. Sein gesamtes Privatvermögen war aufgebraucht.

 

1880 Tod von Schillings Frau Louise Isidora. In tiefer Trauer entstand die Büste seiner Frau. Schilling modellierte seine Kinder.

 

1881 Wegen drückender finanzieller Schwierigkeiten übernahm Schilling trotz großer Arbeitsbelastung den Auftrag für 14 Gelehrtenstatuen für die Universität Straßburg. 1884 Aufstellung der 14 überlebensgroßen Statuen für die Attika des Allgemeinen Kollegiengebäudes der Universität Straßburg.

 

1882 Besuch Kaiser Wilhelm I. in Schillings Atelier in Dresden.

 

1883 28. September: Enthüllung des Niederwalddenkmals auf dem Niederwald. Ehrengabe des deutschen Kaisers in Höhe von 30 000 Mark, verwendet als Grundstock für den Bau des Schilling-Museums in Dresden. Verleihung des Ehrenbürgerrechts der Stadt Dresden. 18. Oktober: Fackelzug der Dresdner Kunstgenossenschaft, der Studenten und der Dresdner Bürgerschaft, Schilling zu Ehren. Enthüllung des Leipziger Reformationsdenkmals.

 

1888 Grabdenkmal für Richard Hartmann in Chemnitz. Eröffnung des Schilling Museums in Dresden. Hochzeit mit Minna Auguste Natalie Neubert.

 

1889 Die Enthüllung des König Johann Denkmals auf dem
Dresdner Theaterplatz bildet den Höhepunkt der Landesfeierlichkeiten anlässlich
des 800 jährigen Bestehens des Hauses Wettin.

 

1892 Enthüllung des Denkmals für Gottfried Semper in Dresden.

 

1893 Errichtung des großformatigen Giebelfeldes an der Kunstausstellungsgebäudes in Dresden

 

1894 Geburt des zweiten Sohnes Heinrich (Heinar).

 

1895 Aufstellung der vier Statuen "Forschung, "Wahrheit", "Liebe" und "Gerechtigkeit" im Berliner Reichstagsgebäude.

 

1898 Große weibliche Jugendstilfiguren entstehen. Die
"Danaide" wird auf der Großen Berliner Kunstausstellung gezeigt. 23.
Juni: "Festgruß aus Schillings Geburts- und Vaterstadt Mittweida zum
siebzigjährigen Geburtstag".

 

1899 Beschäftigung mit polychromer und polymorpher Plastik.

 

1900 Beginn der Erbauung des eigenen Hauses in Dresden-Klotzsche. 1901 Übersiedlung in das neue erbaute Haus.

 

1903 Enthüllung des Denkmals für Kaiser Wilhelm I. auf dem Hamburger Rathausplatz.

 

1906 das Buch "Künstlerische Sehstudien“ von Johannes Schilling erscheint. Es ist eine zusammenfassende kritische Darstellung der jahrzehntelangen Beschäftigung Schillings mit den Problemen des künstlerischen Sehens. Schilling unterscheidet das subjektive Augenmaß (das naive Sehen), das poetische Augenmaß (das bewusste wissenschaftliche Sehen) und das poetische Augenmaß, dem schöpferische Kraft zugewiesen wird. Zugleich setzt er sich mit den Grenzen und Möglichkeiten der Fotografie auseinander. Übertritt in den Ruhestand.

 

1910 21. März. Tod Johannes Schillings in seinem Haus in Dresden Klotzsche am Schlaganfall nach überstandener Influenza. Die Beisetzung erfolgte in Dresden, später erfolgte die Überführung in das Schillingsche Familienbegräbnis in der Gruft der Kirche zu Meißen-Zscheila.

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